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Design

Die Zeiten klobiger „Hörgeräte“ sind längst passé. Heute sorgt ansprechendes Design dafür, dass audiologische Spitzentechnologie auch optisch begeistert. Die Vielfalt an Formen und Varianten ist inzwischen so groß, dass jeder ein stilistisch perfekt passendes Hörsystem für sich findet.

 

Hörsysteme als Lifestyle-Objekt

In der Vergangenheit waren meist unauffällige Hörsysteme gefragt. Diesem Wunsch wird die extrem miniaturisierte und volldigitale Technologie unserer Tage umfassend gerecht. Daneben aber zeichnet sich ein anderer Trend ab: Immer mehr Menschen entdecken das Hörsystem als Lifestyle-Objekt für sich– als zusätzliches Ausdruckmittel, das den individuellen Stil unterstreicht. Es gibt nichts zu verbergen. Man bekennt sich selbstbewusst zum innovativen Hightech-System, um das eigene Hören zu optimieren.

 

Hörsysteme entwickeln sich zunehmend zum modischen Accessoire – nicht anders als eine Designerbrille. So sind zum Beispiel die Ohr-Passstücke von Systemen, die hinter dem Ohr getragen werden, keineswegs mehr nur transparent, sondern bunt und witzig dekoriert.

 

Farbenfroh und auffällig sind Hörhilfen insbesondere für Kinder attraktiv. Sie tragen ihr Hörsystem freiwillig – nicht nur zu Hause, sondern vor allem auch in der Schule. Eben dort ist es für ihre künftige Entwicklung besonders wichtig, dass sie Lehrer und Mitschüler akustisch optimal verstehen.

 

Ein modern gestaltetes Hörsystem zu tragen, ist aber nicht nur optisch ein Vergnügen. Vielmehr verbessert gutes Design zugleich den Tragekomfort. Zum Beispiel durch eine dynamisch-flexible Passform oder Kunststoffmaterialien, die bei Hautkontakt als angenehm empfunden werden und überdies leicht zu reinigen sind.

 

 

CROS- & BiCROS-Versorgung

Hochleistungstechnik für Ihre Ohren

Bei einer vollständigen Taubheit eines Ohres kommt eine Versorgung mit einem normalen Hörgerät nicht mehr in Frage. Die Verstärkung des Schalls reicht nicht aus, um das Innenohr zu stimulieren. Bei einseitigem Hören lassen sich Klänge nicht mehr ihrer Richtung zuweisen und Hintergrundgeräusche nicht unterscheiden. Aber auch hier gibt es spezielle Hörlösungen – individuell auf Ihren Bedarf zugeschnitten.

 

Im Folgenden erhalten Sie Informationen zu der sogenannten CROS- und BiCROS-Versorgung, mit der Sie auch im Falle einer einseitigen Taubheit weiterhin richtungsorientiert hören können und sich Ihre Lebensqualität so effektiv verbessert.

 

Richtungshören dank CROS- und BiCROS-Versorgung

CROS- und BiCROS-Hörgeräte stehen für räumliches Hören trotz einseitiger Taubheit.
Beim Hören mit zwei gesunden Ohren (binaurales Hören) trifft der Schall mit unterschiedlicher Stärke und Frequenzen auf die beiden Ohren. Das Gehirn kann dadurch die Richtung der Geräusche lokalisieren und sich im Raum orientieren. Der Normalhörende kann den zwitschernden Vogel orten – für ihn ist es kein Problem, dessen Position zu „erhören“ – er kann mit den Ohren „sehen“.

 

Für einseitig ertaubte Menschen hingegen singt der Vogel immer auf der Seite des hörenden Ohres. Auch das Drehen des Kopfes kann das nicht ändern – ein Richtungshören bleibt unmöglich. Außerdem ist es für diese Personen extrem schwer, sich bei lauten und diffusen Hintergrundgeräuschen auf ein Geräusch konzentrieren zu können – eine funktionierende Unterhaltung wird zum Problem. Ursache für einen einseitigen, nicht mit einem „normalen" Hörgerät behebbaren, Verlust der Hörfähigkeit können ein Schädelhirntrauma, Tumore (etwa das Akustikusneurinom) oder bereits angeborene Beeinträchtigungen sein.

 

Eine CROS- oder BiCROS-Versorgung hilft Menschen, trotz einseitiger Taubheit, räumlich zu hören. Die hochentwickelte Technik dieser Hörgeräte lenkt Klänge vom nicht-hörenden auf das hörende Ohr und ermöglicht eine präzise Verarbeitung im Gehirn. Lesen Sie im Folgenden, wie CROS- und BiCROS-Hörgeräte Ihr Leben vereinfachen können.

CROS – der Schall wird umgeleitet

 

Bei klassischen Hörgeräten sind Mikrofon und Hörer eng beieinander – sie verstärken das Signal am jeweiligen Ohr. Da dies bei einer einseitigen Taubheit nicht zum Erfolg führt, haben Wissenschaftler ein neues Konzept entwickelt: Die so genannte CROS-Versorgung (Contralateral Routing Of Signal). Hier werden Hörer und Mikrofon entkoppelt und an unterschiedlichen Orten angebracht.

 

Der Schall wird mittels des Mikrofons am tauben Ohr aufgenommen und an das gesunde Ohr weitergeleitet, wo sich der Hörer befindet. Das normale Hören des gesunden Ohres wird dabei nicht beeinflusst. So können auch Klänge, die am tauben Ohr ankommen, aufgenommen, im Gehirn verarbeitet und schließlich gehört werden. Ein Richtungshören ist wieder möglich. Der Alltag wird stark erleichtert.

 

Vor einigen Jahren war es gängige Praxis, die nötige Technik in einem Brillengestell zu verstecken. Hinter einem Bügel wurde das Mikrofon angebracht, das leitende Kabel in das Gestell eingearbeitet und zum Hörer auf der anderen Brillenseite geführt.

 

CROS heute - modern und kabellos

Mittlerweile haben Hörgerätehersteller wie Widex oder Phonak jedoch ein weitaus moderneres und unauffälligeres Verfahren entwickelt: Die kabellose Übermittlung der Signale per Funk. Damit der Schall präzise und schnell im funktionierenden Ohr ankommen kann, lässt Ihr Hörakustiker zunächst einen Abdruck Ihres Ohrs anfertigen. Dadurch wird gewährleistet, dass sich das angepasste Hörstück (Otoplastik) perfekt in Ihren Gehörgang einfügen und mit bestmöglicher Präzision arbeiten kann. Je nach CROS-Hörgerätehersteller variiert die technische Ausstattung der Geräte leicht. Ähnlich wie bei normalen Hörgeräten gibt es sowohl Hinter-dem-Ohr (HdO) als auch Im-Ohr-Systeme (IdO), die mit der Otoplastik verbunden werden. Bei einem HdO-Gerät sitzt hinter dem ertaubten Ohr das Mikrofon, hinter dem gesunden Ohr die Wiedergabetechnik. All diese Geräte sind klein und diskret, weisen einen sehr hohen Tragekomfort auf und verbessern das Hören enorm. 

 

BiCROS – die Option bei kombinierter einseitiger Taubheit und Hörminderung auf dem anderen Ohr

Was aber tun, wenn auch das zweite Ohr nicht mehr einwandfrei funktioniert? Auch hier gibt es eine Lösung: Wie bei der CROS-Versorgung nimmt das Mikrofon die Signale am ertaubten Ohr auf und sendet sie funklos an die andere Ohrseite. Da im besseren Ohr ebenfalls eine Hörminderung vorliegt, gibt es auch an dieser Seite ein weiteres Mikrofon, das seinerseits Signale empfängt. Beide Signale werden dann verstärkt, um eine bestmögliche Hörfähigkeit zu ermöglichen.