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Hörgeräte-Zubehör

Hilfsmittel für besseres Hören

Ist erst einmal ein Hörschaden entstanden, gilt es sich mit den Konsequenzen auseinanderzusetzen. Moderne Hörgeräte tragen dafür Rechnung, dass auch Menschen mit einem ausgeprägten Hörverlust wieder adäquat hören können. Dabei sind Hörsysteme heute weitaus mehr als „nur“ Geräte zur Verstärkung des Hörvermögens. Sie sind vielmehr kleine Hochleistungscomputer mit ausgefeilter Technik. 

 

Eine achtsame Handhabung in Kombination mit einer entsprechenden Pflege gehört daher zum Pflichtprogramm eines jeden Hörgeräteträgers. Und das nicht ohne Grund: Rund 75% aller Schäden an den Hörhilfen entstehen durch Feuchtigkeit und Cerumen (Ohrenschmalz). Das kann aber einfach verhindert werden.

 

Lesen Sie im Folgenden, welches Hörgeräte-Zubehör es zur Vermeidung des oben genannten Schäden gibt, wozu es verwendet wird und was als Grundausstattung benötigt wird. Unsere Hörgeräte-Experten informieren Sie darüber hinaus auch gerne in einem persönlichen Telefonat zu Hörgeräten und Zubehör.

 

High-Tech für Ihre Hörhilfe

Inzwischen ist ein Hörgerät weit mehr als nur eine simple Unterstützung für Hörgeschädigte im Alltag. Es gibt verschiedene technische Geräte, die das Leben mit einem Hörsystem nicht nur leichter machen, sondern es regelrecht aufwerten. Gerade im multimedialen Bereich gibt es eine Vielzahl an Angeboten für Hörgeräte-Zubehör, die zeigen, dass die Zeiten klobiger, unpraktischer Hörhilfen, die alleine auf ihren funktionalen Nutzen reduziert sind, vorbei sind. Moderne Hörgeräte sind längst im digitalen Zeitalter angekommen. So ist es beispielsweise kein Problem, das eigene Hörgerät mittels eines entsprechenden Empfängers bluetoothfähig zu machen. Dadurch können Sie es spielend einfach mit Hi-Fi-Anlage, Fernseher, Radio, Computer oder Smartphone verbinden und die Vorteile der drahtlosen Multimedia-Welt mit Ihrem Hörgerät nutzen. Ebenfalls sehr nützlich ist eine Fernbedienung mit der u.a. die Lautstärke des eigenen Hörsystems verstärkt oder reduziert werden kann.

 

Von Cerumenfilter bis hin zur Trockenbox

Wer die Wahl hat, hat bekanntlich die Qual – das ist auch bei Hörgeräte-Zubehör nicht anders. Besonders zur Pflege gibt es eine große Auswahl an Produkten, die die hygienische Sauberkeit des jeweiligen Geräts unterstützen. Vom kompletten Set bis hin zum Einzelaccessoire sind für jeden Anwender die richtigen Utensilien erhältlich. Zum Entfernen von Ohrenschmalz gibt es beispielsweise spezielle Entfernungs-Bürsten und -angeln, die eine genaue und sorgfältige Reinigung überhaupt erst möglich machen. Wer sich das Wechseln der Hörgerätebatterien vereinfachen möchte, kann darüber hinaus auf einen Batteriefach-Öffner bzw. einen Batteriewechsel-Magneten zurückgreifen. Durch einen Cerumenfilter ist es möglich, den Grad der Verschmutzung zu regulieren. Das ist vor allem deshalb wichtig, da dieser Schmutz den Schallaustritt des Hörgeräts verstopfen und es dadurch Schäden nehmen kann. Sind die eigenen Hörgeräte hingegen einmal nass geworden (z.B. durch Kondenswasser oder Schweiß), ist generell von einer unsachgemäßen Trocknung abzuraten – zu empfindlich ist die Technik. Stattdessen sollte eine sogenannte Trockenbox zum Einsatz kommen. 

 

Individuelles Zubehör

Von Audio Service über Phonak bis hin zu Starkey – Jeder Hörgeräte-Hersteller bietet in der Regel ein umfangreiches Angebot an Zubehör zu seinen Hörgeräten an. Das Sortiment reicht dabei von Wireless-Mikrofonen über Akkuladestationen bis hin zu speziell auf die Bedürfnisse von Hörgeräteträgern zugeschnittenen Telefonen. Mit dem zusätzlichen Hörgeräte-Zubehör lässt sich das eigene Hörerlebnis noch weiter individualisieren und auf die persönlichen Anforderungen anpassen.

 

Ein ganz besonderes Hörerlebnis bietet das sogenannte ReSound LiNX, das erste Hörgerät, das ohne Zusatzgeräte mit iPhone, iPad oder iPod verbunden werden kann. Dadurch ist es möglich Musik, Anrufe oder Filme direkt auf die eigenen Hörsysteme zu streamen - ganz ohne Zusatzgeräte.

 

Zubehörreihen der Hersteller

Die einzelnen Hersteller führen jeweils eine eigene Zubehörreihe mit vielen Produkten, die den Umgang mit dem Hörgerät vereinfachen und mehr Komfort in den Alltag bringen. Wir von audibene informieren Sie gerne über die einzelnen Produkte der verschiedenen Hersteller:

Otoplastiken

Wozu dienen die Ohrpassstücke

Hörgeräte sind heutzutage nicht nur sehr klein und leicht, sondern sie sind vor allem auch leistungsfähig. Damit das technologische Potenzial eines Hörgerätes optimal zur Verbesserung des Hörvermögens eingesetzt werden kann, können – je nach Modell und Stärke der Hörminderung – Otoplastiken zum Einsatz kommen.

 

Otoplastiken sind die direkte Verbindung zwischen Hörgerät und Ohr. Sie werden entweder an den Schallschlauch der Hinter-dem-Ohr (HdO) Hörgeräte angeschlossen oder fest mit dem Gehäuse von Im-Ohr (IdO) Hörgeräten verbunden und direkt in das Ohr eingesetzt. So sorgen sie für einen sicheren Halt der Hörgeräte innerhalb der Ohrmuschel und können bei hochgradigen Hörverlusten auch den Verstärkungseffekt durch das Hörgerät begünstigen.

 

Hörgeräteakustiker formt individuellen Abdruck des Ohres

 

Um eine Otoplastik zu erstellen, müssen die individuellen Feinheiten des Ohres beachtet werden

 

Hörverlust ist so individuell wie ein Fingerabdruck und genauso einzigartig sind auch das Innenohr und der Gehörgang eines Menschen geformt. Damit die Otoplastik innerhalb des Ohres optimalen Halt findet, muss sie einem passgenauen Abdruck des Innenohrs entsprechen.

 

Otoplastiken werden deshalb für jeden Hörgeräteträger individuell angefertigt. Die Abformung des Ohres ist die Grundlage zur Herstellung der Otoplastik. Sie wird vom Hörakustiker in Handarbeit erstellt. Er führt unter großer Vorsicht eine weiche Abformmasse in den für die Otoplastik relevanten Teil des Gehörgangs ein. Hierfür wird ein spezielles Silikonmaterial verwendet. Es härtet innerhalb des Gehörgangs aus, ohne jedoch mit der sensiblen Innenhaut des Ohres direkt in Kontakt zu kommen. Der Prozess der Abdrucknahme ist bei korrekter Ausführung durch einen fachlich dafür ausgebildeten Hörgeräteakustiker vollkommen schmerzlos und unbedenklich. Auf diese Weise kann ein detailgenauer Abdruck erstellt werden, der auch im Anschluss seine Form behält. Die eigentliche Otoplastik wird in den meisten Fällen im Anschluss in einem speziell dafür eingerichteten Labor angefertigt.

 

Tragekomfort als wichtige Eigenschaft

Das Ohr eines jeden Menschen ist unterschiedlich. Die Anfertigung einer Otoplastik ist wie ein individuelles Puzzle.

 

Je nach Beschaffenheit und Sensibilität des Gehörgangs können zur Herstellung der Otoplastiken verschiedene Kunststoffe wie Acryl oder Silikon verwendet werden. Sie können sich hinsichtlich ihrer Materialeigenschaften und dem Härtegrad voneinander unterscheiden. Der Träger wird die Otoplastik in der Regel mehrere Stunden am Tag im Gehörgang behalten. Er sollte den Gegenstand in seinem Ohr daher nicht als störenden Fremdkörper empfinden. Dies kann durch die Verwendung sowohl harter als auch weicher Materialien für die Otoplastik erreicht werden.

 

Ist ein Hörgeräteträger gegen üblicherweise verwendete Kunststoffe allergisch, dann können Otoplastiken auch verglast oder vergoldet werden, um den direkten Kontakt der Kunststoffe mit dem Gehörgang zu vermeiden. Eventuell kommen auch allergenfreie Kunststoffe wie Neutacryl, Thermotec zum Einsatz. Passgenauigkeit, Hautverträglichkeit und hohe Belastbarkeit sind die wichtigsten Eigenschaften, die eine Otoplastik zum erfolgreichen und einwandfreien Gebrauch innerhalb der Ohrmuschel aufweisen sollte.

 

Otoplastiken als Kopfhörer für Musiker

Otoplastiken kommen nicht nur in Hörgeräten, sondern auch als Gehörschutz zum Einsatz.

Otoplastiken kommen jedoch nicht ausschließlich für Hörsysteme zum Einsatz. Ein möglicher Verwendungszweck ist auch ein individueller Gehörschutz oder spezielle Kopfhörer, die sowohl als Gehörschutz als auch zur Schallweiterleitung Anwendung finden. Werden Otoplastiken als individueller Gehörschutz benutzt, sind sie herkömmlichen Produkten wie Ohrenstöpseln hinsichtlich Tragekomfort und Schutzwirkung meist deutlich voraus. Insbesondere Musiker und Berufsmusiker aber auch Berufsgruppen, von denen ein hervorragendes Sprach- und Tonverstehen verlangt wird, greifen auf individuellen Gehörschutz zurück. Denn anders als simple Dämmmaterialien verfälschen Otoplastiken den Klang und Frequenzgang von Musik oder Sprache nicht und leiten den Schall trotz Lärmeinschränkung nahezu unverändert an das Innenohr weiter.

 

Kopfhörer als Otoplastiken werden häufig von Moderatoren in Radio und Fernsehen, Reportern und auch Sicherheitskräften gebraucht, die trotz Umgebungslärm besser hören und verstehen möchten. Der Preis für Otoplastiken richtet sich ganz nach dem Anwendungsbereich und den verwendeten Materialien.